Geschichte

60 Jahre SPD in Mögglingen

28. Februar 1957

Sieben Mögglinger Bürger gründen den SPD-Ortsverein Mögglingen. Den Vorsitz übernimmt Eugen Oesterle sen., der, persönlich verwurzelt in der Arbeiterbewegung, als überzeugter Sozialdemokrat die Interessen der Bürger auch im Gemeinderat vertritt.

1958

Als einer von insgesamt sieben Ortsvereinen im damaligen Kreis Schwäbisch Gmünd zählt Mögglingen 25 Mitglieder. Politische Heimat finden hier vor allem Arbeiter, Heimatvertriebene, Kriegsopfer. Der Ortsverein betreut sechs bis acht Nachbargemeinden mit. Die Chronik berichtet von Veranstaltungen mit 60 bis 80 Besuchern.

1963

Hans Tomuschat übernimmt den Vorsitz. Er gehört mehrere Jahre lang dem Gemeinderat an.

1968

Hans Tomuschat tritt als Vorsitzender zurück. In der Zeit der Großen Koalition aus CDU und SPD (1966 – 1969) in Bonn gerät die örtliche Parteiarbeit in eine Phase der Stagnation. Adalbert Fürst leitet den Ortsverein kommissarisch.

1969 - 1972

Die Reformpolitik der sozialliberalen Bundesregierung und der neue Kurs in der Ostpolitik finden die Zustimmung zahlreicher Bürger und führen zu Neueintritten, auch in Mögglingen.

16. Mai 1972

Neugründung des SPD-Ortsvereins im Gasthaus „Zum Reichsadler“. Sieben der insgesamt 19 Mitglieder übernehmen eine aktive Funktion, Vorsitzender wird Adalbert Fürst.

Es folgt eine Phase besonders aktiver Ortsvereinsarbeit: Im Vorfeld der Bundestagswahl 1972 werden bundespolitische Themen aufgegriffen, die SPD wird aktiv in der örtlichen Erwachsenenbildung (z.B. Kurs in Mengenlehre für betroffene Eltern) und engagiert sich vermehrt im kommunalpolitischen Bereich.

20. Juni 1972

Erste Begegnung des Ortsvereins mit der künftigen Bundestagsabgeordneten und späteren Bundesjustizministerin Professor Dr. Herta Däubler-Gmelin (damals 29): Sie und ein Mitbewerber stellen sich im Vorfeld der Wahlkreiskonferenz dem Ortsverein vor.

Sommer 1973

Die „Affäre Fleischer“, die zum Rücktritt des damaligen Mögglinger Bürgermeisters führt, veranlasst die SPD, sich in die Kommunalpolitik einzuschalten und Verantwortung mitzuübernehmen.

1974

Adalbert Fürst gibt den Vorsitz des Ortsvereins ab an Arnim Schauder.

1975

Erstmals beteiligt sich die SPD mit einer eigenen Kandidatenliste an der Gemeinderatswahl. Peter Deininger, Georg Kiwus und Josef Oesterle werden Gemeinderäte. Peter Deininger wird dieses Amt fast 40 Jahre lang (bis 2014) ausüben.
Seit diesem Zeitpunkt ist die SPD bei allen Kommunalwahlen mit einer eigenen Liste vertreten.

1977

Nach dem Tod von Arnim Schauder übernimmt Dr. Albert Fetzer den Vorsitz. Von 1980 bis 1989 ist er zusammen mit Peter Deininger Mitglied des Gemeinderats.

1981

Die Ortsvereine der Verwaltungsgemeinschaft gründen einen SPD-Dachverband Rosenstein, der bis zur Jahrtausendwende besteht.

Dezember 1982

Der SPD-Ortsverein feiert im Beisein zahlreicher Gäste, u.a. des Bundestagsabgeordneten Robert Antretter, im Gasthaus „Zum Reichsadler“ sein 25-jähriges Bestehen. Fünf Mitglieder der „ersten Stunde“, Maria Oesterle, August Beer, Isidor Knödler, Werner Schillinger und Willi Wiezorek, werden für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt.

April 1985

Hellmuth Kling übernimmt den Vorsitz, er führt den Ortsverein bis 1991. Nach dem Ausscheiden von Albert Fetzer wird er 1989 in den Gemeinderat gewählt, wo er die SPD in den folgenden Jahren gemeinsam mit Peter Deininger vertritt.

1990 - 1998

Die deutsche Einigung, die in weiten Kreisen als Erfolg des damaligen Kanzlers Kohl interpretiert wird, stabilisiert die Macht der CDU-FDP-Koalition im Bund und führt zu schwachen Wahlergebnissen der SPD, die sich auch auf die Stimmung an der Basis niederschlagen. Angesichts der Dominanz der Regierungsparteien und einer alternden Mitgliedschaft ist es in dieser Phase schwierig, Ortsvereinsarbeit aktiv zu gestalten.

April 1991 bis März 1996

Udo Steiner, damals um die 30, wird zum Ersten Vorsitzenden gewählt und von Hellmuth Kling als Stellvertreter unterstützt. Ein Generationenwechsel scheint sich anzubahnen, zumal im Februar 1994 Sonja Elser das Amt der Stellvertreterin übernimmt. Beide verlassen jedoch schon bald darauf aus beruflichen bzw. persönlichen Gründen den Ortsverein, sodass 1996 ein neuer Vorstand gesucht werden muss. Hellmuth Kling erklärt sich schließlich bereit, das Amt noch einmal für zwei Jahre zu übernehmen, nicht zuletzt, um die Präsenz der SPD im Gemeinderat, dem er weiterhin angehört, zu sichern.

Oktober 1997-2004

Der Ortsverein feiert 1997 sein 40-jähriges Bestehen mit einem gemeinsamen Essen im Gasthaus „Lamm“. Für ebenso lange Mitgliedschaft werden Maria Oesterle, August Beer und Werner Schillinger geehrt. Helmut Kling scheidet 1998 aus dem Gemeinderat aus, Harald Oesterle übernimmt für ihn. Bei den Kommunalwahlen 1999 erhält Annette Jäger neben Peter Deininger ein Gemeinderatsmandat. Zwischen 1998 bis 2001 übernimmt Dorothea Unrath die Leitung des Ortsvereins. Sie wird 2001 abgelöst von Willi Ilgauds (Heuchlingen).

2004 - 2007

Seit 2004 wurde der Vorsitzende unterstützt von Jakob Unrath als Stellvertreter, der nun die junge Generation im Ortsverein repräsentiert und auf vielen Ebenen der Partei aktiv ist.

2004

Hellmuth Kling und Peter Deininger werden wieder in den Gemeinderat gewählt. Nach dem Tod von Hellmuth Kling übernimmt Harald Oesterle für den Rest der Legislaturperiode dessen Mandat.

15. Dezember 2007

Der Ortsverein feiert sein 50-jähriges Jubiläum im „Alten Schulhaus“ mit Festrednerin Dr. Herta Däubler-Gmelin. Zu den Gästen gehören Bundestagsabgeordneter Christian Lange und Landtagsabgeordnete Ulla Haussmann.

2008

Jakob Unrath (damals 24) übernimmt den Vorsitz, den er bis heute innehat, Willi Ilgauds wird sein Stellvertreter.

2011

Klaus Maier, Bürgermeister der Nachbargemeinde Heubach, stellt sich zur Wahl als Landtagsabgeordneter und gewinnt ein Mandat. Im Wahlkampf unterstützt ihn Jakob Unrath als Zweitkandidat.

2013

Nach der Bundestagswahl beteiligt sich der Ortsverein an einem Mitgliedervotum, das die Große Koalition aus CDU/CSU und SPD schließlich befürwortet.

Im Hinblick auf die im nächsten Jahr anstehende Kommunalwahl führt der Ortsverein eine Bürgerbefragung zu kommunalpolitischen Themen durch.

Neuer Mögglinger Bürgermeister wird Adrian Schlenker.

2014

Bei der Kommunalwahl im Mai erlangt die Liste der SPD seit ca. drei Jahrzehnten erstmals wieder drei Sitze im Gemeinderat (Irmgard Sehner, Annette Jäger, Jakob Unrath). Peter Deininger war bis dahin 40 Jahre für die SPD im Mögglinger Gemeinderat aktiv.

2016

Bei den Vorstandswahlen am 25. Februar bleibt Jakob Unrath Vorsitzender, neben Willi Ilgauds wird Marius Dittenhauser als weiterer stellvertretender Vorsitzender und Vertreter der jüngeren Generation gewählt. Damit wird dem Beitritt einiger jüngerer Mitglieder, die Jakob Unrath für die Mitarbeit im Ortsverein gewinnen konnte, Rechnung getragen.

Trotz eines engagierten Wahlkampfs, bei dem er wieder von Zweitkandidat Jakob Unrath unterstützt wird, verliert Klaus Maier sein Landtagsmandat.

Leni Breymaier übernimmt den Landesvorsitz.

2017

Die Ortsvereine Mögglingen/Heuchlingen und Böbingen schließen sich am 10. Februar zusammen zum Ortsverein Rosenstein.

Der Ortsverein zählt damit 48 Miglieder. Nach der verlorenen Bundestagswahl treten v.a. junge Menschen in die SPD ein, die Mitgliederzahl steigt auf 54.

 

40 Jahre SPD in Böbingen

1975  

Gründungsversammlung am Freitag, 12. Dezember 1975 im Gasthaus „Adler“ in Böbingen-Oberböbingen. Der Ortsverein hat 8 Mitglieder. Alle Ämter konnten besetzt werden und Heinrich Arndt zum 1. Vorsitzenden gewählt. Protokollnotiz: „…ab 23 Uhr ca. 10 Mitglieder des OV Mögglingen anwesend / Grußwort des OV-Vorsitzenden Armin Schauder aus Mögglingen. Eine spontane Sammlung für den Landtagswahlkampf ergibt 270 DM.“

1976   

Wir können auch Karneval –  Eingeladen mit Helau hatte im Februar die ASF [Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen] und Marga Elser zum Weiberfasching im „Adler“ –

Der Ortsverein stiftet im Mai meinen Tisch, zwei Ruhebänke und einen Sandkasten mit Umrandung für den umstrittenen Spielplatz am Wettbach.

Am 3. Oktober wird Herta Däubler-Gmelin in den Bundestag gewählt.

1977  

Ein Flohmarkt unter der B29-Unterführung für den „Förderverein zum Bau der Römerhalle“ ergibt einen stattlichen Betrag von DM 1000,-.

1978  

Die Presse zieht ganz schön vom Leder und „Der Böbinger Schuldenberg erhitzt die Gemüter“ so steht es als Headline in allen Zeitungen.

Hedi Müller-Leidecker wird zur stv. OV-Vorsitzende gewählt.

1979  

Kreistagswahl – Rose Weber und Alois Schuller kandidieren für Sitz und Stimme, Alois schafft es auf Anhieb - Schon in diesem Jahr wird über Wahlkampf und Einzug ins Böbinger Rathaus laut nachgedacht.

1980  

Im Vorfeld zu den Kommunalwahlen erscheint der SPD-Kurier,

Dieter Prölß war hier besonders engagiert und Antreiber; der Kurier erscheint in unregelmäßiger Folge zu aktuellen Themen in Böbingen.

Mit einer eigenen Liste tritt die SPD zur Kommunalwahl an; Otto Betz und Ernst Weber schaffen den Sprung ins Gemeindeparlament.

Das war der Beginn einer jahrelangen Freundschaft in Sachen „ROT“, und bis heute konnten wir in jeder Legislaturperiode [1984 / 1989 / 1994 / 1999 / 2004 / 2009 / 2014] Gemeinderäte mit Fraktionsstatus stellen. In der Gemeinde wird die kontinuierliche, ehrliche und konstruktive Arbeit der SPD- /und [seit 2009] SPD/UB-Fraktion zum Wohle unseres Dorfes und aller Mitbürgerinnen und Mitbürger anerkannt und honoriert.

1981  

Beim Straßenfest des Hallenfördervereins „erwirtschaftet“ der SPD-Stand einen Betrag von DM 500,-, ebenso im Folgejahr 1982.

1982  

Letzte Hand anlegen an der neu erbauten Römerhalle – Paul Ettrich ist die treibende Kraft und der ganze OV hilft beim Streichen der Holzfassade.

Verabschiedung von Otto Betz, der mit seiner Frau Carmen als Entwicklungs-helfer nach Lesotho geht.

Dieter Prölß wird zum 2. Vorsitzenden gewählt.

1983  

Im Amtsblatt schreibt der Ortsverein zur Bundestagswahl: „Das Ergebnis ist sehr unbefriedigend. Wir machen weiter. Trotz alledem!“

1984  

Werner Jünk [als Nachrücker für Otto Betz] und Willy Braun ziehen in den Gemeindrat ein – Im Vorfeld der Wahlen werden SPD-Plakate beschmiert und Ständer mutwillig in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zerstört.

Die Mitgliederzahl erreicht mit 25 einen Höchststand.

1985   

Am 15. März wird Alois Schuller zum 1. Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt, am Tag darauf ist Internationaler Frauentag in der Römerhalle.

Zum 10-Jährigen im Oktober Empfang im Sitzungssaal des Rathauses,

den Festvortrag hält Dr. Manfred Schmidtke aus Heubach. Provokante Klaus-Staeck-Plakate rufen viel Aufmerksamkeit hervor.

Kunst am Bau –  die Juno [von Eckhard Dietz] bei der Römerhalle ist ein besonderes Anliegen und wird auf Bestreben der SPD aufgestellt.

1988  

Albrecht Herold, Landtagspräsident des Saarlandes, kommt zusammen mit der Delegation unseres Patenvereins Ormesheim nach Böbingen -Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde im Vereinsraum der Römerhalle.

1994   

Sportliches Großereignis – Werner Jünk organisiert ein Benefizspiel zwischen der SPD-Landtagsfraktion und der Auswahl der Ostalb-Bürgermeister – aus Stuttgart spielten in der Elf u.a. der damalige Fraktionschef Uli Maurer, Innenminister Rainer Birzele, Umweltminister Harald Schäfer, Rainer Brechtken und Wirtschaftsminister Dieter Spöri. Wichtig aber war die Übergabe eines Betrages von DM 1600,- an den Förderverein „Betreute Seniorenwohnungen“ .

1998  

Gerhard Schröder wird am 27. September zum Bundeskanzler gewählt.

1999   

Infostand zur Gemeinderatswahl unter dem Motto „Rote und Roter bei den Roten“ -  Gustl Freudenreich wird stellvertretender Bürgermeister.

2000   

Auf dem Maimarkt zeigen wir Flagge – und verkaufen Schmalzbrot in diversen Variationen und roten Wein – die SPD-Logos am Stand werden wie Weltwunder bestaunt.

Am 21. Oktober feierte der Ortsverein im Pavillon der Schule am Römerkastell sein 25-jähriges Jubiläum.

2001    

Marga Elser wird nach 14 Jahren als Kreisvorsitzende der Ostalb-SPD verabschiedet, Josef Mischko tritt die Nachfolge an –   Mitglieder des Orts-vereins besuchen auf Einladung von Christian Lange einige Tage Berlin.

2002   

Im März wird Karl Hilsenbeck zum neuen OB von Ellwangen gewählt.

und 2003 wird Jürgen Stemple neuer Bürgermeister von Böbingen.

2005   

Das 30-Jährige konnte am 16. Dezember 2005 in bescheidenem Rahmen wieder im „Adler“ in Oberböbingen, unserem „Vereinslokal“ seit der Vereinsgründung, gefeiert werden – Erinnerungen an die traditionsreichen „Gänseviertel mit Rotkraut und Klößen“ der Lotte Braun werden wach. Es ist amtlich belegt, dass an einer Weihnachtsfeier vier Gänse verspeist wurden.

2008   

10 Jahre SPD Bürgerbüro in Gmünd -  Wanderung mit Klaus Schmiedel, SPD-Fraktionschef im Landtag, rund um den Rosenstein.

Öffentlicher Vortrag mit Christian Lange im Pavillon der Schule „Wo bleibt die soziale Gerechtigkeit?“

2009   

Sigmar Gabriel wird neuer SPD-Vorsitzender - Christian Lange besucht auf seiner Sommertour Böbingen und stellt sich den Fragen der Gemeindräte.

2011   

17. Juli - Wiederwahl von Bürgermeister Stempfle. Landtagswahl: Klaus Maier zieht in den Stuttgarter Landtag ein.

2012   

Auf Initiative des Ortsvereins findet im Mai eine öffentliche Podium- diskussion im Bürgersaal „Ärztliche Versorgung in der VG Rosenstein“ statt.

2013   

Bundestagswahl – Angela Merkel bleibt Bundeskanzlerin –

16. Dezember: Christian Lange wird Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz und somit politischer Stellvertreter des Ministers für Justiz Heiko Maas.

2014   

Zum neuen Kreisvorsitzenden der Ostalb SPD wird am 28. November in Essingen Klaus Maier gewählt.

2015   

Die Wahlkreisversammlung im Juni in Bargau nominiert Klaus Maier für eine erneute Kandidatur – die Landtagswahl 2016 wirft ihre Schatten.

Beim Spatenstich zur Umgehung Mögglingen im Juli machen die Böbinger Gemeinderäte auf breitester Front und über Parteigrenzen hinweg (u.a. Otto Betz) mit einem großen Transparent auf das Nadelöhr Böbingen aufmerksam.

2016  

In diesem Jahr fanden die ersten Gespräche zu einem Zusammenschluss mit dem OV Mögglingen statt, die sich dann fast über das ganze Jahr hinzogen.

2017  

Am 10. Februar 2017 wird auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der beiden Ortsvereine Böbingen und Mögglingen die Fusion zum neuen SPD-Ortsverein Rosenstein beschlossen.

 

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