Juwelen der Seidenstraße

Veröffentlicht am 27.11.2019 in Ortsverein

Einblicke in die Lebensweise, Kultur und das politische System der Länder Kirgisistan und Usbekistan bekamen die interessierten Teilnehmer des Bildervortrags von Clemens Weller vergangene Woche im Klassenzimmer des „Alten Schulhauses“ in Mögglingen. Die Mögglinger SPD hatte Weller für den Bildervortrag gewonnen, der im Jahr 2018 die beiden Länder bereist hatte. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Jakob Unrath bedankte sich für dessen Bereitschaft über seine Eindrücke und Erfahrungen zu berichten, denn diese Region werde in Deutschland bislang kaum wahrgenommen. Kirgisistan und Usbekistan liegen an der historischen Seidenstraße. Und an der sogenannten „Neuen Seidenstraße“: China baut Schienennetze, Häfen und Straßen, um den Handel mit Europa zu erweitern.

In farblich prächtige Bilder zeigte Weller die so unterschiedlichen Welten in Mittelasien, von den Nomaden und ihren Pferden im Hochland Kirgisistans, bis zu den atemberaubenden Anlagen aus „Tausendundeiner Nacht“ in den Oasenstädten Usbekistans. Beide Länder haben nach dem Zerfall der Sowjetunion inzwischen ihre eigene Kultur und Identität wiedergewonnen und ihr Land aufgebaut. "Allerdings findet man in beiden Ländern große Armut, sobald man etwas abseits des offiziellen Reisewegs die Augen aufmacht", so Weller.

Der Tourismus beginnt gerade erst, eine größere Rolle zu spielen. So sind die Hotels in den Städten eng an internationale Standards angepasst, und da beide Länder sehr sicher zu bereisen sind, gibt es bei uns inzwischen ein großes Angebot an Gruppenreisen. „Beide Länder bieten eine atemberaubende Natur - sowohl das kalte Hochland als auch die Wüste“, so Clemens Weller, und er zeigte diese in hochauflösender Qualität.

Aufgrund seines Reichtums an Rohstoffen wie Uran und Seltene Erden sei Usbekistan das wirtschaftliche Zentrum in Mittelasien. Es hätte in den letzten Jahren einen Kraftakt unternommen, um seine Geschichte durch zahlreiche Sanierungen ehemals prachtvoller Anlagen wieder in Erinnerung zu rufen. Von Demokratie sei Usbekistan noch weit entfernt, aber es gebe es keine Unruhen im Land und auch keine wahrnehmbare Bewegung, die das politische System grundlegend verändern wolle. Das Thema Bildung würden beide Staaten als eine wichtige Aufgabe erkennen und überdurchschnittlich viel in diesem Bereich investieren.

Die Menschen seien bislang mit Touristen aus dem Westen seltener in Kontakt kommen, umso größer sei die spontane Gastfreundschaft und die Neugier. Oft werde man nach einem gemeinsamen Selfie gefragt. Clemens Weller konnte noch viel berichten „Und die Vortragszeit ging herum wie im Flug“, so Jakob Unrath, der aufgrund des großes Interesse zusagte, dass man im kommenden Jahr die Veranstaltungsart wiederholen werde.

 

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