SPD-Landtagskandidaten stellen sich vor

Veröffentlicht am 23.06.2010 in Ortsverein

2011 finden in Baden-Württemberg die nächsten Landtagswahlen statt. Im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd wird die Person, die für die SPD in den Landtagswahlkampf zieht, durch die Mitglieder der Partei gewählt. Die bisherigen Kandidaten präsentierten sich diesen nun in drei Vorstellungsrunden. Eine davon fand in Essingen statt.

Um den Mitgliedern der SPD, aber auch interessierten Bürgern die Gelegenheit zum Kennenlernen der bisherigen Kandidatin sowie der Kandidaten zu geben, veranstalteten die SPD-Ortsvereine im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd gemeinsame Vorstellungsrunden, an denen alle die Möglichkeit hatten, Fragen zu stellen und sich selbst ein Bild von ihren potenziellen künftigen Landtagsabgeordneten zu machen.
Mögglingens Ortsvereinsvorsitzender Jakob Unrath stellte im Gasthaus „Sonne“ das Prozedere der Essinger Vorstellungsrunde vor. So wurde die Reihenfolge, in der die Kandidaten sich vorstellen durften, beispielsweise ausgelost, jede Vorstellung und die Beantwortung von Fragen zeitlich streng limitiert. Die Moderation des Abends übernahmen aus Essingen und Abtsgmünd, Manfred Kolb und Marlies Büker.
Neben Klaus Maier, Konrad von Streit und Daniela Maschka-Dengler, die sich um das Landtagsmandat bewerben wollen, präsentierte sich auch Zweitkandidat Bilal Dincel den Genossen in der „Sonne“.
Bei den Vorstellungen machte Pfarrer Konrad von Streit den Anfang. „Von den Sekt-Etagen zurück in die Bierkeller“ solle sich die SPD orientieren, sagte er. Dort habe sie ihr Fundament. „Lasst uns wieder den Menschen in den Mittelpunkt stellen“, forderte er. Mit seinen Zielen, zum Beispiel eine Überprüfung des umstrittenen Projekts Stuttgart 21, will von Streit auch Stimmen im bürgerlichen Lager holen. Außerdem kenne er alle 17 SPD-Ortsvereine im Wahlkreis gut, betonte er seine Nähe zu den Genossen vor Ort.
„Mein Herz schlägt für die, die sozial schwächer sind und sich oft nicht selbst entsprechend ausdrücken können“, sagte Daniela Maschka-Dengler. Ihren Schwerpunkt legte die Schulleiterin auf „bessere Bildung – von 0 bis 99“. Sie forderte eine am Bedarf der Berufstätigen orientierte flexible Betreuung mit entsprechendem Ausbau von Krippen und Kitas samt angegliederten Familienzentren. Sie weise im Bereich soziale Gerechtigkeit das notwendige Know-how und entsprechende Erfahrung auf, sagte Maschka-Dengler.
„Politik muss den Menschen wieder Orientierung geben“, sagte Bürgermeister Klaus Maier. Er setze sich gegen Lohndumping und für gute Arbeit ein. Kritisch äußerte er sich zu Privatisierungen. Gewinne würden ständig privatisiert, Verluste sozialisiert, bemängelte er. „Gespart wird wieder bei denen, die sich nicht wehren können“, schimpfte er. Das „verstaubte Schulsystem“ will Maier international anpassen. „Kein Abschluss ohne Anschluss“ müsse hier die Devise lauten. Ansonsten sei er vor allem „Spezialist in Finanzpolitik“, betonte er seine Stärken.
Alle Kandidaten setzten sich zudem für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns sowie eine stärkere Förderung des Mittelstands ein. Der abschließenden Fragerunde stellten sie sich selbstbewusst.
Die Nominierungskonferenz der SPD im Wahlkreis Schwäbisch Gmünd findet am Freitag, 09. Juli in der Mögglinger Mackilohalle statt. Mit wem die SPD 2011 in den Kampf um ein Landtagsmandat geht, wird erst dort entschieden.

 

WebsoziInfo-News

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:842286
Heute:99
Online:1

Partei