Bürgermeister Klaus Maier für vierte Amtszeit verpflichtet – Stadtfinanzen größte Aufgabe der nächsten Jahre.
Schwäbisch sparsam. So verpflichtete der dienstälteste Heubacher Stadtrat, Alfred Kolb, am Dienstagabend den Heubacher Bürgermeister Klaus Maier (54) für dessen vierte Amtsperiode. Maier hatte sich diese schlichte Amtseinsetzung gewünscht.
© Gmünder Tagespost 23.02.2010
Gemeinderat und Bürgermeister wollten so ein Zeichen setzen, dass in finanziell schwierigen Zeiten Sparsamkeit nicht nur von den Bürgern verlangt, sondern auch von der Stadtspitze vorgelebt werde, wie Maier betonte. Weswegen die Amtseinsetzung eingebettet war in eine stinknormale Gemeinderatssitzung. Seine Stellvertreterin Ellen Renz hatte zuvor den bisherigen Werdegang Maiers beschrieben, seine Erfolge seit seiner ersten Wahl im Jahr 1986 aufgezählt. Renz erwähnte beispielhaft die sichtbaren Zeugen wie Kinderhaus, Pflegeheim, Haus Hohgarten, Sporthalle, Lauterner Dorfhaus oder die Schulsanierungen. Und wünschte Maier weiterhin „das Glück des Tüchtigen“.
Maier sagte, „Hauptzukunftsaufgabe“ werde sein, die Stadt finanziell wieder in ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Am Ehrenamt werde dennoch nicht gespart. Maier appellierte vielmehr an die Heubacher, sich „für ihre Stadt, in den Vereinen, den Kirchen, sozial, kulturell, sportlich“ zu engagieren. Maier: „Denken Sie nicht nur an sich, seien Sie nicht gleichgültig, wenn es um das öffentliche Wohl oder die Kommunalpolitik geht.“
Maier sprach über die „heftig geführte“ Stadthallendiskussion. „Jedes Lager“ habe „ein paar Schritte“ auf das andere zugehen müssen. Jetzt stimme die Richtung. Allerdings werde die Stadthalle „noch eine Weile Bestand“ haben. Dennoch sprach sich Maier in Sachen Stadthalle für einen Neubau aus, „wenn es eine Veranstaltungs- und Kulturhalle sein soll“. Ein neues Hallenbad oder die Hallensanierung und -erweiterung in Lautern seien abhängig von der Finanzierbarkeit. Eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben sei die Nordumgehung, weil es nur durch diese Straße gelingen werde, neue Gewerbegebiete im Norden zu erschließen, „Betriebe anzusiedeln und Arbeitsplätze zu schaffen“.
Immer wichtiger für die Kommunen werde die Zusammenarbeit untereinander. Positiv erwähnte Maier die Zusammenarbeit im Gewerbeverband, im Abwasserzweckverband und insbesondere die in der Verwaltungsgemeinschaft Rosenstein, deren Vorsitzender Maier ist.
Trotz großer finanzieller Sorgen blicke er zuversichtlich in die Zukunft der Stadt. Symbol dafür sei das neue Kunstwerk im Kreisel. „Stein für Stein“, wie es die Skulptur zeige, „werden wir die Zukunft unserer Stadt weiter gestalten“, schloss Maier.
© Gmünder Tagespost 23.02.2010