SPD-Rosenstein: „Sorge um zweite Welle“

Veröffentlicht am 30.06.2020 in Ortsverein

Im freien und mit Abstand diskutierte die SPD-Rosenstein über die aktuelle Situation rund um die Corona-Pandemie. Aus Sicht des Ortsvereins hat die Landesregierung die Eltern, Pädagogen und Kommunen bei der Organisation über die Öffnungen von Schulen und Kindergärten im Regen stehen lassen. 

„Kultusministerin Eisenmann verkündet Öffnungen ab dem 30. Juni, kurz darauf widerspricht der Ministerpräsident. Wie die Öffnungen konkret aussehen bleibt für diejenigen, die sie ausführen sollen, nebulös und unklar. Die Kommunikation der Ministerin läuft über die Presse, ein Plan fehlt“, so Ortsvereinsvorsitzender Jakob Unrath.


Es sei gerade bei diesen Öffnungen weiterhin höchste Vorsicht geboten, um eine zweite Welle zu verhindern. Die bekanntwerdenden Langzeitfolgen, auch bei harmlos verlaufenden Fällen, müssten ernst genommen werden. Man verstehe und sehe die Situation vieler Eltern bei der Kinderbetreuung und es brauche Lösungen. „Kluge und durchdachte Konzepte in den Einrichtungen sind notwendig, bei denen gerade das Kultusministerium unterstützend tätig werden muss, statt Verwirrung zu produzieren“ so der Vorstand. 


Die wirtschaftliche Situation in der Region sehen die SPD-Mitglieder ebenfalls als sehr angespannt an. Große Traditionsunternehmen würden Arbeitsplätze abbauen und die Zahlen bei der Kurzarbeit seien nach wie vor hoch. Man halte deshalb das kraftvolle Konjunkturpaket der Bundesregierung für die richtige Antwort, um Arbeitsplätze und Kaufkraft zu sichern. Die Senkung der Mehrwertsteuer, 300 Euro Kinderbonus oder die finanzielle Unterstützung der Kommunen bei den Ausfällen der Gewerbesteuer seien nur einige Beispiele, die die SPD in der Koalition durchgesetzt habe. Dieses Programm des Bundes müsse nun stärker durch das Land ergänzt werden. „Jüngste Aktionen wie die ‚Night of Light‘ aus der Veranstaltungsbranche zeigen deutlich, dass nicht immer alle Berufe im Fokus stehen, die aber dringend auch Unterstützung benötigen“, so Unrath. 


Begrüßt hat der SPD-Ortsverein auch die Zusammenarbeit der Gemeinden Böbingen und Mögglingen einen gemeinsam Vollzugsdienst zur Überwachung des ruhenden Verkehrs einzuführen, um regelmäßige Verstöße in den Ortskernen zu unterbinden. Man sei sich sicher, dass beide Gemeindeverwaltungen bei diesem Thema mit dem gebotenen Ermessen vorgehen würden. Eine solche kommunale Zusammenarbeit müsse für die Zukunft auch in anderen Bereichen bedacht und geprüft werden, meint der Vorstand.
 

 

WebsoziInfo-News

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von websozis.info

Counter

Besucher:842286
Heute:103
Online:2

Partei